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Schatzkammer verkauft Honig aus dem Dom-Garten

Die goldige Farbe ist für Exponate der Essener Domschatzkammer nicht ungewöhnlich. Doch anders als die mittelalterlichen Kreuze oder die Goldene Madonna ist diese Handwerkskunst flüssig – und wird zudem sehr freigiebig verkauft.

 

In Essen dürfte es wenig zentralere Bienenvölker geben, als die, die seit dem vergangenen Jahr hinter der Ostwand des Doms in zwei Bienenstöcken platziert sind. Trotz dichter Bebauung und vieler versiegelter Flächen in der Innenstadt fänden die in Spitzenzeiten mehrere Zehntausend Bienen mehr als genug Nektar, sagt Hobby-Imker Stefan Krakau. „Gärten, Blumenkästen oder Friedhöfe sind wahre Paradiese für Bienen“, sagt der Oberhausener, der auch als Messdiener im Dom aktiv. Wenn in der Natur eine Blüte verblüht, sei diese Nahrungsquelle für die Bienen versiegt – „aber auf dem Balkon oder auf dem Friedhof werden immer wieder blühende Pflanzen nachgepflanzt“, so Krakau. Und mit einem Flugradius von bis zu drei Kilometer sind für die Bienen vom Dom sowohl Park- und Ostfriedhof als auch Stadtgarten, Krupp- und Segeroth-Park erreichbar.

 

Dompropst Thomas Zander freut sich über den großen Ertrag, den die beiden Völker im Dom-Garten beschert haben. In Sachen Honig ist Zander gewissermaßen Wiederholungstäter: Als früherer Leiter des Kardinal-Hengsbach-Hauses in Essen-Werden hat er vor einigen Jahren bereits ein Bienen-Projekt begleitet. „Es ist schön, dass wir das jetzt auch hier mitten in der Stadt machen können“, sagt Zander.

 

Während die Bienen hinten im Garten langsam wieder ausschwärmen – „ab 5 bis 8 Grad machen sich die ersten auf den Weg“, erklärt Imker Krakau – kümmern sich die Schatzkammer-Mitarbeiterinnen vorn im Foyer um den Verkauf der 4,50 Euro teuren Gläser. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr. (Thomas Rünker)