PLAYMOBIL-Ausstellung wird wegen enormer Nachfrage verlängert

Osnabrück. Ihre Erwartungen wurden weit übertroffen: Die Playmobil-Ausstellung „Mit Karl dem Großen durch die Zeit“ hat seit ihrer Eröffnung nicht nur einen enormen Andrang von Kindergartengruppen und Grundschulklassen ausgelöst, sondern darüber hinaus haben auch viele Familien die Sommerferien für einen Museumsbesuch genutzt.

Für das Team um Museumspädagogin Jessica Löscher und Direktor Dr. Hermann Queckenstedt ist dies Grund genug, die Ausstellung bis Anfang Februar 2018 zu verlängern. „Damit entsprechen wir dem Wunsch vieler Lehrer und Erzieher, die einen Besuch vor den Sommerferien nicht mehr einrichten konnten“ erläutert Jessica Löscher. Da die kindgerechte Sonderausstellung auch Osnabrücker Stadtgeschichte thematisiert, ist sie zudem aus museumspädagogischer Sicht für die Vorbereitung der Osnabrücker Viertklässler auf das Steckenpferdreiten interessant. Zwar seien ohnehin viele Klassen alljährlich im Diözesanmuseum zu Gast, doch schlügen die Playmobilfiguren neue Brücken von der Bistumsgründung über den Westfälischen Frieden bis in die Gegenwart.

Die letzten Wochen hätten gezeigt, dass das Diözesanmuseum mit seiner Aktion kleinen Besuchern Spaß an Geschichte und Religion vermitteln könne: „Zahlreiche Fingerabdrücke auf den Vitrinen belegen nach jeder Führung, mit welchem Eifer sich die Kinder auf die Suche nach den Figuren machen. Jeder möchte gerne ganz nah am Geschehen sein. Die Kinder berichten nicht nur über ihre eigenen Playmobil-Sammlungen, sondern besprechen die dargestellten Geschichten im Museum, singen spontan Martinslieder oder rätseln über die Tiere an der Arche Noah“, freut sich Jessica Löscher über das lebhafte Echo in den Gruppen. „Das ist doch die AIDA!“ rief ein Junge während eines Rundgangs spontan und lieferte der Museumspädagogin damit eine Steilvorlage, um die Geschichte der Arche aus der Lebenswelt der Kinder zu entwickeln.

Bewährt habe sich auch das Begleitheft, aus dem Eltern und Großeltern den jungen Besuchern vorlesen, während diese gebannt in die Vitrinen schauten. Museumsleiter Queckenstedt sieht darüber hinaus auch eine sinnvolle Verbindung zwischen der Playmobil-Schau und der nächsten Krippenausstellung zu Weihnachten, die ebenfalls viele Familien und Kindergruppen ins Museum lockt: „Durch die Verlängerung wird auch die Dauerausstellung für diese Besucher deutlich attraktiver.“

Im Gästebuch findet sich der Tipp, die Playmobil-Figuren am besten für immer an Ort und Stelle zu belassen. – damit Kinder auch in Zukunft in den Genuss kommen, so spielerisch zu lernen. Dies ist ohne weiteres nicht möglich, denn bei dem Ensemble handelt es sich um eine Leihgabe des Essener Domschatzes. Und dessen Museumspädagoge Rainer Teuber freut sich bereits auf die Rückkehr seiner Figuren im neuen Jahr, denn als Initiator zwei Vorgängerprojekte möchte er auch 2018 die Kinder im Ruhrgebiet erneut an seine Wirkungsstätte locken.

Mit Karl dem Großen durch die Zeit. PLAYMOBIL erzählt Geschichte(n). Verlängert bis zum 4.2.2018.

Information und Führungsbuchung unter 0541/ 318-481.

Foto: Angela von Brill, Bistum Osnabrück

 

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