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Neuzeit

Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges, im Jahr 1622, wurde der Schatz aus Sicherheitsgründen zuerst nach Düsseldorf und im Anschluss daran nach Köln geflüchtet. 1794 ließ die von 1776 bis 1802 amtierende Äbtisin Maria Kunigunde aus Furcht vor Übergriffen durch die herannahenden Franzosen vorübergehend alle Schatzstücke ins fürstliche Archiv nach Steele bringen.

Am 3. August 1802 marschierten preußische Truppen in Essen ein und beendeten im Vorgriff auf den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 die Selbstständigkeit des reichsunmittelbaren Territoriums Essen. Es sollte mehrere Jahre dauern, bis die Auflösung der Kapitel und eine Neuordnung der Verhältnisse vollzogen waren. Der Stiftsschatz gelangte im Laufe dieser Zeit als Kirchenschatz in das Eigentum der katholischen Pfarrgemeinden St. Johann und St. Gertrud. Eine in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts angedachte Aufteilung des Schatzes unter den beiden Pfarren wurde glücklicherweise nicht in die Tat umgesetzt. Stattdessen einigte man sich auf eine Entschädigungszahlung der Pfarre St. Johann an St. Gertrud, sodass die Objekte an der Münsterkirche verbleiben konnten.