• XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9

Kostbares Objekt aus dem Domschatz geht auf Reisen

Goldschmiedearbeit aus dem 11. Jahrhundert reist nach Österreich zur Sonderausstellung „Byzanz und der Westen“ im Schloss Schallaburg.

 

Eine knapp 900 km lange Reise steht bald für ein Objekt aus der Sammlung des Domschatzes an. Das Kreuznagelreliquiar, eines der rätselhaftesten und außergewöhnlichsten Goldschmiedewerke aus dem 11. Jahrhundert, wird ab dem 17. März in der Ausstellung „Byzanz und der Westen. 1000 vergessene Jahre“ im Schloss Schallaburg (Österreich) zu sehen sein.

 

Wer nun noch einmal ein Blick auf das kostbare Objekt im Domschatz werfen möchte, sollte noch schnell vorbeikommen. Das Kreuznagelreliquiar zählt zu den frühesten Schaureliquiaren und ist mit seiner tafelförmigen Gestalt einzigartig. Verziert ist es mit Gold, kostbaren Edelsteinen und Emails.

Ebenso besteht die Möglichkeit in einer öffentlichen Führung jeden Sonntag um 15.30 Uhr die Geschichte des Schatzes und noch weitere Kostbarkeiten zu erleben.

 

Die Ausstellung in Schallaburg widmet sich in großem Maßstab den wechselhaften Beziehungen zwischen dem lateinischen Westen und dem griechisch-byzantinischen Osten. Es werden etwa 450 Exponate von ca. 60 internationalen Leihgebern zu sehen sein und mittendrin das Kreuznagelreliquiar aus dem Essener Domschatz. Dabei geht es um Fragen wie Menschen mit einer als anders empfundenen Kultur damals wie auch heute umgehen – mit ihren Ideen, ihren Lebensformen und ihren materiellen Erzeugnissen.

 

Das Kreuznagelreliquiar ist ein Knotenpunkt für zahlreiche Fragen. Dabei werden die unterschiedlichen Praktiken der Verehrung von Reliquien, die Formgestaltung von Reliquiaren sowie die Produktion von Emailkunst thematisiert. Vor allem die Emails am Kreuznagelreliquiar, die nicht wie oft vermutet byzantinisch, sondern ottonischen Ursprungs sind, können eindrucksvoll das Verhältnis zwischen Ost und West visualisieren.