Bistum Essen plant breites Programm zur Kulturhauptstadt
Schatzkammer an Vorbereitungen beteiligt
Die katholische Kirche erhofft sich vom Jahr der Kulturhauptstadt 2010 eine Stärkung des Ruhrgebiets. "Die Region kann auf diese Weise ein neues Selbstbewusstsein entwickeln", sagte der Ruhr.2010-Beauftragte des Bistums Essen, Dr. Michael Schlagheck, in einem Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Die Kultur sei ein Wirtschaftsfaktor, der Arbeitsplätze und Umsätze in Museen, Medien oder Konzerthäusern schaffen könne.
Die Diözese beteiligt sich mit 15 Leitprojekten und vielen kleineren Initiativen der Pfarrgemeinden am Programm der Kulturhauptstadt Ruhr.2010. Geplant sind ökumenische und interreligiöse Veranstaltungen zu Religion, Musik, Kunst und Architektur.
Das Bistum Essen plant mit den evangelischen Landeskirchen ein ruhrgebietsweites Orgelfestival. Über das ganze Jahr soll es auch eine "Route spiritueller Kulturtankstellen" geben, wovon eine der Essener Dom sein wird. Im Angebot werden auch bistumsweit Kirchenführungen sein, für die die Katholische Akademie "Die Wolfsburg" in Zusammenarbeit mit der Domschatzkammer ab dem kommenden Herbst Führerinnen und Führer ausbildet. Mit der Essener Philharmonie und der Folkwang-Hochschule ist ein Musikprojekt zur Mittelalter-Handschrift "Musica Enchiriadis" aus Essen-Werden geplant. Auch steht ein Symposion zum Umgang mit leerstehenden Kirchen auf dem Programm.
Zum Auftakt des Kulturjahrs 2010 wollen katholische, evangelische und orthodoxe Christen einen ökumenischen Gottesdienst im Essener Dom feiern. An dem Tag sollen in allen 53 Ruhr.2010-Kommunen die Kirchenglocken läuten. Danach wird ein Kulturhauptstadt-Kreuz von Woche zu Woche weitergereicht.
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http://www.bistum-essen.de/1739+M5f75e8cfcb5.html
