Paten für Schatzstücke

Im Frühjahr 2009 erging zum ersten Mal der Aufruf der Domschatzkammer an Liebhaber des Essener Schatzes: "Übernehmen Sie eine Patenschaft und helfen Sie mit, einen besonderen Schatz zu erhalten."  Die Resonanz in den darauf folgenden Monaten war groß. Zahlreiche Freunde und Freundinnen der Essener Schatzstücke erklärten sich bereit, für kleinere und größere Restaurierungsarbeiten Pate zu stehen und die Kosten für fachkundige Reinigung, Festigung von Farbfassungen und andere Konservierungsmaßnahmen finanziell zu unterstützen. Denn trotz der hohen Investitionssumme, die der Münsterbauverein für Umbau und Erweiterung in den Jahren 2008 bis 2010  bereitstellte, waren und sind ein paar Wünsche offen geblieben. "Es gab und gibt Skulpturen und liturgische Geräte, die einer Konservierung bedurften", so die Leiterin der Schatzkammer, Dr. Birgitta Falk. Denn anders als Kunstwerke, die stets im Museum stehen, sind die Essener Schätze von Grund auf und alters her Gebrauchsgegenstände, die über Jahrhunderte - teilweise bis heute - in Gottesdiensten benutzt werden. Das hinterließ an Altarleuchtern und Skulpturen Spuren: Und die müssen beseitigt werden, damit auch nachkommende Generationen die Geschichte des Ruhrgebiets mit Hilfe der einzigartigen Schätze in den Blick nehmen können.

So konnten im vergangenen Jahr die Figuren der Stadtpatrone aus dem 18. Jahrhundert und die Büste des hl. Engelbert gefestigt werden, weitere Skulpturen und ein Altarkreuz sind im Moment „in restauro“ Im Gegenzug erhielten die Paten eine Jahreskarte für die Domschatzkammer und durften – wenn möglich - den Restauratoren bei der Arbeit an "ihren" Schatzstücken über die Schulter sehen.

Auch jetzt gibt es noch einzelne Stücke, denen eine Konservierung gut täte. Falls Sie Interesse an einer Patenschaft für ein Objekt des Essener Domschatzes haben, können Ihnen die Mitarbeiterinnen unter Tel.: 0201/2204-594 oder -419 weitere Auskünfte geben. (gedo)