Über 700 Messdiener feierten Chrisam-Messe
Fest in der Hand von Messdienerinnen und Messdienern war der Essener Dom am Gründonnerstagmorgen. Aus allen Ecken des Ruhrbistums, von Duisburg bis zum Sauerland, waren sie nach Essen gekommen, um mit Bischof Dr. Felix Genn, Priestern und Diakonen die “Missa Chrismatis”, die so genannte Chrisam-Messe, zu feiern. In dieser Messe weihte der Bischof die heiligen Öle – das Krankenöl, das Katechumenenöl und das Chrisamöl –, die das Jahr über in den Gemeinden zwischen Rhein und Lenne für die Spendung der Sakramente verwendet werden.
In seiner Predigt dankte der Bischof den Kindern und Jugendlichen für ihren engagierten und wichtigen Dienst in den Gemeinden. „Es ist einfach schön, dass ihr alle da seid“, freute sich Genn. „Durch euch bekommt die Kirche in den Gemeinden ein junges Gesicht.“ Bei aller eigenen Unvollkommenheit und auch angesichts der Unvollkommenheit in der Welt sich im Herzen von der Liebe leiten zu lassen, dazu forderte er die Messdienerinnen und Messdiener auf. „Denn wenn jemand keine Liebe hat, dann verblödet er“, sagte der Bischof in Anlehnung an einen Satz des Schweizer Schriftstellers Max Frisch. Jesus sei dabei die Richtschnur. „Er ist selber einer, der arm dran ist, aber er kann den Menschen Hoffnung geben“, betonte Ruhrbischof Genn. Jesus habe das Leid „von innen her geknackt“. Mit Jesus in Kontakt zu bleiben und „in seine Liebe einzusteigen“, dazu rief er die Messdienerinnen und Messdiener auf.
In den „heiligen Ölen“, so erklärte der Bischof, werde der Geist Jesu sinnbildlich dargestellt. Er solle sich ausbreiten „wie der Duft der Öle“. Die gemeinsame Feier der Chrisam-Messe zeige: „Wir gehören zusammen und verbreiten diesen Duft im ganzen Bistum“, so Genn.
Nach der Messe lud der Ruhrbischof die Kinder und Jugendlichen zu einer kleinen Stärkung in die Aula ein. Da konnten die Messdienerinnen und Messdiener mal auf „Tuchfühlung“ mit ihrem Bischof gehen. Und das taten sie, und es machte ihnen und auch Bischof Genn sichtlich Freude. (do)


