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Gründung und erste Blüte

Um 850 gründete der Hildesheimer Bischof Altfrid mit einer Gruppe von Adligen nur wenige Kilometer nördlich des Männerklosters Werden ein Stift für Mädchen und Frauen. Ihre Hauptaufgabe war die memoria, das Gebet für die Seelen der Verstorbenen und um die Gnade und Unterstützung Gottes für die Lebenden. Altfrid wurde auf eigenen Wunsch nach seinem Tod 874 in der Essener Stiftskirche bestattet. Über Generationen hinweg beteten hier die Stiftsfrauen für seine Seele.

Die Frauengemeinschaft wurde seit Mitte des 10. Jahrhunderts vom ottonischen Kaiserhaus mit Privilegien und Grundbesitz reich beschenkt. Bedingt durch enge verwandtschaftliche Beziehungen der Äbtissinnen zum Herrschergeschlecht erlebte das Essener Stift bis in die Mitte des 11. Jahrhunderts eine Blütezeit. Vor allem die Äbtissinnen Mathilde (amt. 971/73–1011), Sophia (amt. 1012–1039) und Theophanu (amt. 1039–1058) – Nichten und Enkelinnen der Kaiser Otto I. und Otto II. – gaben großartige Bauwerke und kostbare Kunstwerke in Auftrag, die bis heute zum Schatz der Kirche gehören.