• XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9

Goldene Madonna

Die Goldene Madonna ist eine der frühesten Plastiken des europäischen Mittelalters. Das Andachtsbild ist das älteste rundplastische Marienbild der Welt.

Maria, die ‚Mutter vom guten Rat‘, ist die Patronin des Bistums Essen. Sie wird verehrt im Bild der Goldenen Madonna. Täglich kommen viele Gläubige in den Essener Dom, um vor der Skulptur zu beten.

Die Goldene Madonna entstand um 980 n. Chr. während der Amtszeit der Essener Äbtissin Mathilde, einer Enkelin Kaiser Ottos des Großen. Die 74 cm hohe, aus Pappelholz geschnitzte Figur ist mit feinem Goldblech überzogen. Maria ruht auf einem Schemel, das Jesuskind sitzt seitwärts schauend auf ihren Oberschenkeln. Die Mutter hält mit dem linken Arm die Schultern des Kindes, die rechte Hand hält ihm eine Kugel (Weltkugel) hin. Christus hat den Blick auf die Weltkugel gerichtet, die er mit der Rechten segnet. Die Augen von Mutter und Kind bestehen aus leuchtend blauem, weißem und rotem Email. Der Heiligenschein des Kindes wie auch ein Buch, das es mit der Linken hält, Teile des Thrones und die Weltkugel sind mit Emails, Edelsteinen und Filigran verziert. Weitere Schmuckelemente, die teilweise noch im 19. Jahrhundert vorhanden waren, sind verloren gegangen. Im Gegensatz zum Kind trägt die Muttergottes keinen Heiligenschein. Der ursprüngliche ist wohl schon im 11. Jahrhundert abgenommen und in anderen Essener Kunstwerken weitergenutzt worden.

Das Bildwerk wurde im Mittelalter bei den großen Prozessionen im Kirchenjahr mitgeführt, an den Bitt-Tagen vor Christi Himmelfahrt und am Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August. An Mariä Lichtmess am 2. Februar wurde die Skulptur auch mit einer goldenen Krone gekrönt, ein Hinweis auf Maria als regina coeli, die ‚Königin des Himmels‘.