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Goldene Madonna als Erinnerungsort bei „Zeit-Räume Ruhr“

Ein neues Projekt des Ruhr-Museum und des Bochumer Instituts für soziale Bewegungen sucht wichtige Orte, an denen Ruhrgebiets-Erinnerungen hängen – da darf das berühmteste Marienbild des Ruhrgebietes nicht fehlen.

 

Die Goldene Madonna  im Essener Dom gehört zu den ersten „Erinnerungsorten“, mit denen das Internet-Projekt „Zeit-Räume Ruhr“ die Menschen im Ruhrgebiet bewegen möchte, ihre Erinnerungen an bestimmte Orte in dieser Region zu teilen. Dabei soll es ausdrücklich auch um Erinnerungsorte vor und nach der Industrialisierung gehen, hieß es bei der Präsentation des Projekts, das das Essener Ruhr-Museum und das Bochumer Institut für soziale Bewegungen im Auftrag von Regionalverband Ruhr und Land NRW angestoßen haben. So stand die Goldene Madonna beim Projektstart zum Beispiel neben der Gelsenkirchener Glückauf-Kampfbahn oder Herbert Grönemeyers Album „Bochum“ auf der Startseite des Online-Portals. Die goldverzierte Marienfigur mit dem Jesuskind vertritt hierbei die Jahrhunderte vor Krupp und Zollverein, als das Leben im heutigen Ruhrgebiet von den Adelsdamen im Essener Stift geprägt wurde, denen die Goldene Madonna gehörte. Zugleich schlägt das berühmteste Marienbild des Ruhrgebiets eine Brücke in die Gegenwart, weil sie in ihrer Kapelle im linken Seitenschiff des Doms bis heute Essener, Ruhrgebietsbewohner und auswärtige Gäste egal welcher Konfession in ihren Bann zieht.

 

Gleichzeitig steht sie – wie der gesamte Essener Domschatz  – für ein zentrales Anliegen des Projekts „Zeit-Räume Ruhr“: Den Wandel der Zeit an den Erinnerungsorten zu dokumentieren. Denn so wie sich etwa die Essener Zeche Zollverein von der einst größten Steinkohlenzeche der Welt zu einem Freizeitstandort und Weltkulturerbe gewandelt hat, haben sich auch bei der Goldenen Madonna in mehr als 1000 Jahren Geschichte Funktion und Nutzung immer wieder verändert, bis sie als „Essen sein Schatz“ einen festen Platz im kollektiven Gedächtnis des Ruhrgebiets eingenommen hat.

 

Alle Ruhrgebietsbewohner sind nun eingeladen, Fotos ihrer persönlichen Erinnerungsorte auf dem Online-Portal hochzuladen und zu beschreiben. Gleichzeitig können sie Beschreibungen anderer Orte kommentieren, liken und in sozialen Netzwerken teilen.