• XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9

Essener Domschatz beteiligt sich am Europäischen Kulturerbejahr 2018

Im Mai 2017 hat der Rat der Europäischen Union (EU-Ministerrat) den Beschluss zur Durchführung eines Europäischen Jahres des kulturellen Erbes 2018 gefasst.

Auch der Essener Domschatz beteiligt sich an diesem Projekt.

Das Europäische Kulturerbejahr 2018 geht auf eine Initiative des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zurück. Im August 2016 hat die Europäische Kommission einen Vorschlag für einen Beschluss vorgelegt, im Februar 2017 hat das Europäische Parlament zugestimmt. Der heutige Beschluss des EU-Ministerrates bildet die abschließende Entscheidung auf EU-Ebene. In Deutschland haben die Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Kulturministerin Martina Münch, und Kulturstaatsministerin Monika Grütters am 20. März 2017 in Berlin öffentlich zur Mitwirkung am Europäischen Kulturerbejahr 2018 aufgerufen und damit den Startschuss für das Themenjahr in Deutschland gegeben.

Mit dem ‘Aufruf zur Mitwirkung‘ sind alle öffentlichen und privaten Träger, Bewahrer und Vermittler des kulturellen Erbes, wie beispielsweise Museen, Erinnerungsorte, Archive, Bibliotheken, Vereine, Fachgesellschaften und Förderkreise wie auch die Zivilgesellschaft aufgerufen, sich mit Projekten und Veranstaltungen am Europäischen Kulturerbejahr aktiv zu beteiligen. Alle Projekte werden sich ab Sommer 2017 auf der digitalen Plattform sharingheritage.eu gemeinsam präsentieren.

Das bislang erste und einzige Europäische Denkmalschutz-Jahr fand vor 40 Jahren statt. Im Ergebnis wurde am 26. September 1975 die Denkmalschutz-Charta vom Europarat mit Empfehlungen zur verstärkten Förderung des Denkmalschutzes verabschiedet.

Der Essener Domschatz erwuchs aus dem Leben der religiösen Frauengemeinschaft, die seit Mitte des neunten Jahrhunderts in Essen lebte. Der Adlige Altfrid, später Bischof von Hildesheim, gründete um 850 ein vornehmes Stift für adlige Frauen und Mädchen. Nahezu eintausend Jahre lang bestimmten die Stiftsfrauen unter der Leitung ihrer Äbtissin die Geschichte Essens. Das Stift hatte seine erste große Blüte im 10. und 11. Jahrhundert. In dieser Zeit entstanden die vier kostbaren Gemmenkreuze, die Lilienkrone, das Kreuznagelreliquiar, das Evangeliar der Theophanu mit dem berühmten Buchdeckel und andere Kostbarkeiten, die heute noch in der Schatzkammer aufbewahrt werden. Der siebenarmige Leuchter, ebenfalls um das Jahr 1000 geschaffen, schmückt noch heute die Essener Münsterkirche. Bedeutendstes Kunstwerk dieser Blütezeit ist die Goldene Madonna, älteste vollplastische Marienfigur der Welt. Diese Gruppe von Kunstwerken aus dem 10. und 11. Jahrhundert bildet die weltweit wichtigste Sammlung ottonisch-salischer Goldschmiedekunst.1802/3 wurde das Frauenstift aufgelöst. Die Stiftskirche wurde zur Pfarrkirche in der Essener Innenstadt. Seit Gründung des Bistums Essen im Jahr 1958 ist sie die Domkirche des Bistums. Den Besucher erwarten Werke sakraler Kunst von großer Schönheit und Vollkommenheit, die zur Ehre Gottes geschaffen wurden. Einige der liturgischen Geräte werden heute noch im Gottesdienst benutzt.

Jeden Sonntag um 15.30 Uhr beginnt eine einstündige Führung, die die Bedeutung des Essener Domschatzes vermittelt. Die Teilnahme kostet 6.00 € p.P. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen: http://www.sharingheritage.eu/