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Armreliquiar

Das Armreliquiar, fein gearbeitet und elegant, hat eine Gesamthöhe von 72 Zentimetern. Der Arm besteht aus einem Holzkern, der in Nachahmung des Ärmels eines eng anliegenden Unter- und Obergewand mit Silberblech umkleidet ist. Die Ärmelenden und der untere Teil des Reliquiars sind von einer mit Filigran und Edelsteinen geschmückten Borte verziert. Die Hand ist aus Silber getrieben und trägt ein sechseckiges, gotisches Türmchen oder Kirchlein mit einem sechsseitigen Helm. Die Hand hält den Turm mit den Fingerspitzen mit einer wunderbaren, fast zärtlichen Leichtigkeit. Die Reliquie, ein Oberarmknochen, befindet sich auch heute noch im Reliquiar. Auf einer kleinen Tür im Arm ist in Niello-Technik eine Frau in einer gotischen Nische dargestellt Die Inschrift dazu lautet: BEATRIX ABBA ASNIDN DE HOLTHE ME FIERI FECIT (Beatrix von Holthe, Äbtissin von Essen, hat mich machen lassen.) Beatrix war von 1292 bis 1327 Äbtissin in Essen. In ihre Zeit fiel der Wiederaufbau des nach einem Brand 1275 zerstörten Münsters. So verewigte sich Beatrix nicht nur als Schenkerin des Armreliquiars, sondern durch die Darstellung des gotischen Türmchens gleichzeitig auch als Bauherrin.